Ein Gang mit gedämpftem Schritt durch das Halbdunkel des Magritte-Museums … Der Surrealismus, so liest man auf den düsteren Mauern, besteht darin, den Geist des « déjà vu « , des « schon Bekannten », zu verbannen und den Geist « des noch nie Gesehenen » zu suchen.

Im Heim zu Nazareth erscheint uns da die surrealistische Manifestation des Wortes. Lies in deiner Schriftlesung bekannte Worte (cf. Qo 1,8), aber begreife dahinter « das Wort » mit bloßen Händen (cf. 1Jn 1,1). Nimm jenes Gleichnis voll in dein Herz auf, ohne Analyse, nur durch die Liebe. So entsteht sofort die Erkenntnis der Realität.

Sankt Joseph, unbestreitbarer Meister dieses Surrealismus !

Am Beginn des Buches « Genesis » wird Noah als « gerecht » bezeichnet (cf. Gn 6,9), denn er mußte das bewerkstelligen können, was nötig war für eine Erneuerung der Welt. Er hat diese ungeheure Aufgabe bewältigt, er hat die Ernährung all der unterschiedlichen Tierarten der Welt für die Dauer ihres Aufenthalts in der Arche sicher gestellt, ohne dass jemand weiß, auf welche Art und Weise.

Ebenfalls im Buch Genesis wird Joseph « gerecht » genannt (cf. Gn 41,39). Er war gerecht genug um ein ganzes Volk zu ernähren und die Söhne der Verheißung so zu retten. Auch diese Aufgabe war außerordentlich beachtlich : « Joseph speicherte eine derartige Menge Weizen auf, dass sie der Menge des Sandes am Meeresstrand glich. » (Gn 41,49).

Auch der heilige Joseph ist « gerecht » (cf. Mt 1,19), « gerecht » für eine Aufgabe, die noch ungeheuer bedeutender ist. Er sollte der Ernährer und Vater des »lebendigen Brotes »sein. Auch heute noch trägt er Sorge für die notwendigen Bedürfnisse der Kirche, ohne dass man erkennen kann, auf welche Weise. Unter seiner Obhut und seinem Schutz erhielt der Sohn Gottes sein tägliches Brot.
Heiliger Joseph, Vorbild und Modell aller Priester, erneuere unsere Liebe zur Eucharistie !

Sankt Josef steht im Mittelpunkt des größten und schönsten Geheimnisses: der Heiligen Dreifaltigkeit.
Als der Engel Josef offenbart, dass der Heilige Geist in der Mutterschaft der Heiligen Maria wirkt (Mt, 1,20), macht er tatsächlich viel mehr, als den Heiligen Geist nur zu nennen: Er offenbart Josef die Person und die Rolle des Heiligen Geistes.

Josef trifft also den Heiligen Geist bei Seiner Wirkung an der göttlichen Mutterschaft.
Diese Erfahrung des Heiligen Geistes ist zwar nicht unmittelbar, wie die von der Heiligen Maria bei der Verkündigung, aber Josef konnte das Werk des Heiligen Geistes in Maria anerkennen und empfangen. Josef bekam deswegen zusammen das Kind und den Vater, wie unser Herr es uns lehrt: „Wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat;“ (Mt 10, 40)

Sankt Josef, führe uns ins Geheminis der Dreifaltigkeit ein, nimm uns in dein Haus in Nazareth.

Famille de Saint Joseph
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