Die Art, wie Menschen lieben, ist nicht einfach. Wie sieht der Anteil Gottes auf diesen komplizierten Wegen aus?

David und Bethsabee zum Beispiel. Nebenbei, der König ist hier überflüssig: Bethsabee ist verheiratet. Und trotzdem, er weiß seltsamerweise, dass die Frau des Urias, die sich seinen unerlaubten Blicken darbietet, ihm gehört. David ist ein Eroberer, er hat keine Angst, seine Macht zu gebrauchen, ein Leben zu nehmen, wenn er etwas haben will, um zu besitzen, was er will. Er wird durch Nathan zwar ernsthaft verwarnt, aber schließlich scheint Gott dieses Projekt doch zu akzeptieren: das Paar wird mit einem weiteren Kind gesegnet, und Gott liebt Salomon (cf. 2S 12,24-25). Und ist das nicht das Wesentliche? Das glücklicheErgebnis, ist es nicht die Garantie, dass unsere Verirrungen Gott niemals scheitern lassen? Die Liebenden haben sich gefunden,ohne Zweifel waren sie dazu bestimmt,und sie haben sich geheiratet. Der Weg war schmerzhaft, aber so ist die Welt beschaffen. Das Kind wird glücklich, es wird König und von Gott gesegnet sein. Kann man mehr erwarten?

Ermutigend lehrt uns auch Sankt Joseph, dass die peinvollen Wege und gewaltsamen Abkürzungen nicht nur unglückliche Umstände sind. Joseph stellte seine Hingabe an Gott allem voraus und sie erklärt sein ganzes Leben. Aus diesem Grund war der Tag, an dem er sich von seiner Frau getäuscht sah und betrogen zu sein schien, die Nächte, in denen er nachdachte über den Weg, den das Gesetz Gottes ihm hierfür eröffnete, der Zeitpunkt, an dem er sich entschied für den grundlegenden einzigen Schwur, den er geleistet hatte. Welch eine wunderbare und exemplarische Entscheidung! Er stellte sie nicht in Frage, er nahm sie nicht zurück, er lehnte sich nicht auf gegen die Hand Gottes. Man zwingt Gott nicht, man empfängt von ihm, man empfängt ihn dadurch selbst. Die erbsündliche Neigung zur Gewalt und zum Besitzenwollen, das lehrt uns Joseph, kann besiegt werden, indem man das Geschenk Gottes annimmt, und dieses Geschenk ist das Kind Jesus.

Mit Joseph die Freude Jesu suchen, bedeutet, die Wege des Friedens zu finden, auf denen Gott seine geliebten Kinder führt.