Während des letzten Abendmahles ruft der heilige Petrus aus: „Du sollst mir die Füße nicht waschen; nein, niemals!“ (Jn 13,8) Der Apostel verweigert sich dem Willen seines Meisters. Seine Reaktion bezeugt, dass es für ihn schwierig ist, diese Aufmerksamkeit als Handlung Jesu zu akzeptieren. Nicht nur, dass wir ihm verweigern, dass er sich mit uns beschäftigt, wir erwarten darüber hinaus, dass er es nach unseren Vorgaben tut, nach unserem Plan. Und auch in der Sorge, dass wir durch die vollkommene Abhängigkeit von einem anderen gedemütigt werden.

Im Haus von Nazareth musste der heilige Joseph die Erfahrung dieser Abhängigkeit in der intensivsten Weise leben, denn es ist wahr, dass der Wille Gottes aus dem bestand, was er ihm in allen Dingen auftrug. Gibt es bei Joseph ein: „Mein Gott, du sollst mir nicht (als Sohn) untergeben sein; nein, niemals“? Joseph, der treue und gute Diener Gottes, nahm den Willen seines Herrn in gehorsamem Schweigen an.
Das demütige Leben des heiligen Joseph in Nazareth führt uns vor Augen, was es heißt, Gottes Willen zu tun. Dem Sohn zu gehorchen, bedeutet für Joseph die Übernahme väterlicher Verantwortung; für Petrus dagegen heißt es, zu dienen wie sein Meister, für jeden von uns aber ist es das Verlassen unserer Selbstüberschätzung, damit wir so in die demütige Kleinheit Gottes eintreten können. Das Bestehen dieses Kampfes lässt uns hindurch gehen durch die enge Pforte (cf. Mt 7,13).

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Famille de Saint Joseph
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