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Artisanat monastique

Gedanke 136

Joseph hatte die Absicht, sich von der hl. Jungfrau zu trennen (cf. Mt 1,19). Man nimmt oft an, dass er sich dabei geirrt hat. Niemand verurteilt jedoch einen Mann, dessen Verlobte schwanger ist ohne sein Wissen. Joseph ist hier durchaus sympathisch, man versteht, dass er ein ernstes Problem hat.

So zu argumentieren bedeutet aber zu vergessen, dass Joseph ein Gerechter war, das heißt, er betrachtete die Welt sozusagen mit den Augen Gottes. Die überraschende Entdeckung führt bei ihm nicht zur Wut. Denn unter diesem Gesichtspunkt ist die Schwangerschaft Marias nicht das Problem, sondern die Lösung. Er versteht sie zwar nicht, aber er sieht Gott am Werk für das Heil der Welt. Er beginnt damit, den Platz zu erkennen, den er einnehmen soll. Joseph wird diese schwere Prüfung zur Grundlage vertrauensvoller Freude. Er verbleibt unter der Hand Gottes.

Sankt Joseph, eröffne uns die Gegenwart des Vaters, « der immer am Werk ist » (Jn 5,17), in unserem Leben, zu unserem Heil ! Sei auch für uns der Gerechte, lass uns unser Leben annehmen wie Gott es sieht.

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