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Gedanke 119

Die Himmelfahrt bleibt uns ein großes Geheimnis, wenn man sie einfach nur als ein Hinaufsteigen, als eine körperliche Auffahrt versteht. Hierzu aber sagt der heilige Paulus, dass unser Leben « von nun an mit Christus in Gott verborgen ist. » (Col 3,3) Man muß daher verstehen, dass Christus seine Verheißung, uns mit sich zu vereinen (cf. Jn 17,21) und durch Gott in uns auch miteinander (cf. Jn 17,23), auf diese Weise realisiert. Es scheint daher so zu sein, dass seine körperliche Himmelfahrt gleichzeitig auch seine geistliche war. Jesus fährt hinauf, damit der Mensch so zu seiner eigentlichen Tiefe gelangt. Der Aufstieg unserer Natur zu Gott öffnet uns für die Gegenwart Gottes in uns und in unserer Mitte.

Ist es nicht genau das, was Jesus ankündigt, als er inmitten einer Hausgemeinschaft ein Kind den verstimmten Jüngern beispielhaft vorstellt (cf. Mc 9,36) ? Ist es nicht genau das, was der Auferstandene enthüllt, als er mitten unter den verschreckten Aposteln erscheint (cf. Jn 20,19) ? « Warum bleibt ihr dort stehen und schaut zum Himmel ? » (Ac 1,11) Er ist ja bei Maria und Joseph, direkt in ihrer Mitte !

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