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Carterie

Artisanat monastique

Gedanke 105

Joseph deckt die Krippe auf, sie ist leer. Das hat er sich für seine Frau und das kleine Kind nicht gewünscht. In der Eile, mit seinen beschränkten Möglichkeiten, hätte er alles absichern müssen, ein wenig einrichten und ordnen.

Joseph erreicht Ägypten, die Zuflucht der Ausgehungerten. Es gibt dort eine jüdische Kolonie, aber das Leben darin ist alles andere als einfach. Man muß ein Dach über dem Kopf finden und alles von neuem beginnen : sich einrichten, gegen Wind und Wetter schützen und eine Möglichkeit finden für den Lebensunterhalt. Wenn er doch nur sein gutes Werkzeug hätte ! Er muß eben mit dem arbeiten, was er gerade zur Verfügung hat. Er klopft an Türen, die sich oft wieder schließen. Seine Dienste anzubieten, wenn man ein Femder ist, das geht nicht ohne Schwierigkeiten.

Joseph durchquert Nazareth, sein Schritt ist schwer von den Gefahren und der Müdigkeit der Reise. Sie stehen auf der Schwelle seiner Werkstatt. Die Familie ist da, das ist wichtig. Er zeigt ihnen Jesus, sie bieten ihm ein Brot an. Aber das Haus, das so lange verschlossen war, ist keineswegs einladend für Maria und das Kind. Er muß alles von vorne beginnen, ohne zu zögern : reparieren und instand setzen, ausräumen, Ordnung schaffen.

Alles immer neu beginnen, im Schweigen und im Vertrauen : immerzu arbeiten, damit Jesus einen Wohnort hat. Heiliger Joseph, lehre uns, jeden Morgen neu zu beginnen. Gestalte Tag für Tag aus unseren Herzen einen einladenden Platz für Maria und für das Kind !

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