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Artisanat monastique

Gedanke 91

Seit dem Philosophen Feuerbach behauptet man, Gott sei eine Erfindung, entstanden aus grundlegenden menschlichen Bedürfnissen.

Den Menschen zu befreien, bedeute seitdem, diese Idee von Gott zu zerstören, damit so der Mensch wieder hergestellt und so wieder er selbst werde.

Und sieh da, die Gläubigen wurden seltsamerweise furchtsam und fingen an, Gott für das menschliche Elend verantwortlich zu machen. Aber wie kann der Mensch seinen Schöpfer zur Rechenschaft ziehen ? Und überhaupt : was will er denn noch verlangen, wo Gott sich doch selbst unseren Händen ausgeliefert hat ? Seinen einzigen Sohn ausgeliefert ! Wo er doch gewählt und entschieden hat, bei uns zu wohnen ? Wo er uns doch mit seiner eigenen Herrlichkeit bekleidet hat ? So ist Sankt Joseph als Bild erwählt, das uns die Väterlichkeit Gottes vor Augen führt. Eine wahre Vaterschaft, Geschenk Gottes, nicht von ihm geraubt. Man nimmt Gott, dem ewigen Vater nichts weg, wenn man sich an Sankt Joseph wendet, Vater durch Gottes Vorsehung. Man muß Joseph nicht abweisen aus Angst, dass dadurch ein Schatten fällt auf Gott, den Vater.

Ohne Zweifel : « Wir haben nur einen einzigen Vater, das ist Gott. » Aber solche kennen weder Jesus, noch den Vater : « Wenn ihr den Vater kennen würdet, würdet ihr mich lieben! » , antwortet der Herr(cf. Jn 8,41-42). Wer Gott nur als Vater anerkennt, entbehrt beides : Vater und Sohn.

Heiliger Joseph, sei unser Vater ! Wir wollen beides : Jesus lieben und Gott zum Vater !

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